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Parkinson: Diagnose per Sprachprobe? 26/06/12

Forscher haben ein Sprachanalyse-Programm entwickelt, mit dem sich Anzeichen von Parkinson bereits im Frühstadium identifizieren lassen.


Um das System zu testen, wollen die Wissenschaftler Sprachproben von 10.000 volljährigen Freiwilligen auswerten, die diese via Telefon zur Verfügung stellen. Unter der Bezeichnung „Parkinson’s Voice Initiative“ (PVI) wird eine Datenbank mit Beispielen angelegt, die sich aus Proben gesunder wie auch erkrankter Teilnehmer zusammensetzt. Die dreiminütigen Telefonate werden anonymisiert gespeichert und sollen zu einer möglichst hohen Genauigkeit bei der Erkennung des Gesundheits- bzw. Krankheitszustandes beitragen. Die Anrufer selbst erhalten jedoch keine Diagnose.

Im Zuge von Blindtests erzielte das Verfahren eine positive Trefferquote von 86 Prozent, wobei die Wissenschaftler keine Angaben dazu machten, wie viele False-Positives enthalten waren. Bei Tests, in denen die Erkrankung der Teilnehmer bereits bekannt war, liegt die Erfolgsrate des Diagnosesystems sogar bei 99 Prozent. Entsprechende Rufnummern hat die PVI bisher u.a. in Großbritannien, Spanien, Kanada, Mexiko und Amerika geschaltet. Den Vorteil des Verfahrens sehen die Wissenschaftler in der Schnelligkeit des Testverfahrens, wodurch sich Kosten einsparen lassen. Zudem könne der weitere Krankheitsverlauf anhand des Sprachsystems dokumentiert werden.

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(Quelle: www.golem.de)

(Bild: © lucadp – fotolia.com)

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