Wissenschaftler haben systematisch nach Sicherheitslücken in der Telematik von Fahrzeugen gesucht und sind fündig geworden.
Per Telefonanruf bei der Telematik-Einheit des Fahrzeugs spielten sie dem Software-Modem eine bestimmte Abfolge von Tönen vor, um auf diese Weise einen Puffer-Überlauf herbeizuführen. Davon ausgehend wird die Manipulation der Automobil-Elektronik möglich, so dass die Forscher zum Ausschalten der Wegfahrsperre und sogar zur Deaktivierung der Bremsen in der Lage waren. Auch die Türen ließen sich so aus der Ferne öffnen. Indem sie das Mikrophon der Freisprechanlage aktivierten, konnten die Wissenschaftler des Center for Automotive Embedded Systems Security (CAESS) sogar die Gespräche im Fahrzeug mithören und aufzeichnen.
Hierbei wurde eine Distanz von rund 2000 Kilometern überbrückt, da die Forscher mit dem Auto in Seattle unterwegs waren, während ihre Kollegen von San Diego aus die Manipulationen vorgenommen haben. Zudem wurde das Auto dazu gebracht, regelmäßig seine Position zu melden. Zwar sehen die Forscher derzeit keine akute Gefahr für die Autofahrer, da der Aufwand für eine derartige Manipulation zumindest jetzt noch immens sei, allerdings nähmen die Risiken, die sich aus der fortschreitenden Vernetzung der Fahrzeuge mit dem Internet ergeben, stetig zu. Man müsse daher bereits zu Beginn der Entwicklung für Sicherheit sorgen und ein entsprechendes Bewusstsein bei den Automobilkonzernen schaffen, so die Forscher.
(Quelle: www.heise.de)
(Bild: © Philippe GIRAUD – fotolia.com)
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