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Neu: Dynamische Moderation (Teil III)! 11/04/12

Die Dynamische Moderation eignet sich sowohl für Besprechungen i.S.v. Planungsgesprächen oder Organisationsfragen, als auch für die Lösung von Konflikten.


Während der gesamten Dynamischen Moderation findet ein dynamischer Wechsel zwischen Groß- und Kleingruppen-Arbeit statt. Dieser Wechsel fördert den Lern- und Entwicklungsprozess der Gruppe und sichert die Anschlussfähigkeit der Arbeitspakete. Auf diese Art und Weise wird das ganze Potenzial der Gruppe in einem sich selbst organisierenden Ablauf optimal genutzt.

Im weiteren Vorgehen werden die generierten Möglichkeiten priorisiert und in der Großgruppe kritisch hinterfragt, um Änderungsvorschläge zu platzieren und eventuell umzusetzen. Außerdem wird die Rangfolge der priorisierten Arbeitsschritte bestimmt, Lösungsvorschläge hierzu werden eingebracht und die Verantwortlichkeiten (wer macht was mit wem bis wann?) werden festgelegt.

Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung!

Nach einer Dynamischen Moderation versteht jeder Beteiligte die Wechselwirkungen im System und weiß, was als nächstes zu tun ist. In der Basisvariante lernen die Teilnehmer zunächst mit dem „Tool“ an eigenen Themen zu arbeiten, um auch den Transfer in ihren beruflichen Kontext abzusichern.

Bei der Dynamischen Moderation stehen die Teilnehmer und nicht der Moderator im Zentrum des Geschehens. Der Moderator ist inhaltlich nicht involviert und glänzt auch nicht als Vorturner in Sachen Wissensvorsprung. Er ist ausschließlich für den Prozess verantwortlich, vertraut auf die Ressourcen der Gruppe und hilft ihr durch geschickte Interventionen auf der Prozessebene, diese zu entdecken und zu nutzen. Machtspiele sowie eine manipulative Steuerung und Instrumentalisierung der Teilnehmer als Inputgeber, um Fremdziele zu realisieren, haben bei dieser Art der Moderation keinen Raum.

Emotionen, die sonst gerne gedeckelt werden, thematisiert die Gruppe und macht sich diese als Ressource zugänglich. Hier ist der seismographische Fühler des Moderators gefordert, unterschwellige Themen zu benennen und „sichtbar“ zu machen, damit dieses Potential erschlossen werden kann.

Die Dynamische Moderation ist ein wirkungsvolles Instrumentarium für Leader und eine Selbstverpflichtung, an der eigenen Haltung und Einstellung zu feilen. Denn die dahinter liegenden Prinzipien – wie Mitarbeiterbefähigung, wertschätzende Anerkennung, Zusammenarbeit, Kreativität, Transparenz, systemisches Denken, Feedbackschleifen und Entwicklung/Veränderung – sind als Führungsinstrument ein Ausdruck der persönlichen Leadership-Performance innerhalb der Unternehmenskultur.

Anwendungsmöglichkeiten:

Dynamische Moderation in der Basisversion wird eingesetzt bei Besprechungen sowie Stegreif-Meetings zum Beispiel für die Tages- und Wochenplanung und zum Lösen aktueller Probleme, die sich bei der Alltagsarbeit ergeben. Dynamische Teammoderation hingegen wird eingesetzt, um Konflikte zu lösen, Entscheidungen zu finden und Innovationen zu kreieren. Dynamisches Leadership wiederum wendet die Prinzipien der Dynamischen Moderation an, um den Mitarbeitern den Raum für Eigeninitiative und -verantwortung sowie Umsetzungskompetenz zu geben. Und im Rahmen von Change-Projekten unterstützt Dynamische Moderation Projektteams in ihrer Regelkommunikation. In Verbindung mit Roadmaps wird die Planung erleichtert, transparent und leicht änderbar.

Hier finden Sie Teil I des Beitrags!
Hier finden Sie Teil II des Beitrags!

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(Bild: © Ron-Heidelberg – fotolia.com)

© Copyright bei Thomas Müllenholz

Thomas Muellenholz

Über den Autor

Thomas Müllenholz schrieb 3 Artikel auf Freelancerwissen.

Thomas Müllenholz ist Partner im Leadership Development-Institut der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal (www.kraus-und-partner.de). Er ist auf die Themenfelder Führungskräfteentwicklung sowie Changemanagement spezialisiert. Kontakt: thomas.muellenholz@krauspartner.de, Tel.: 07251/989034.


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