Neben dem recht komplexen und mächtigen Platzhirsch Typo3 erfreuen sich auch kleinere Systeme wie WordPress immer größter Beliebtheit. Ursprünglich als Weblog-System konzipiert, bietet es mittlerweile recht einfache, aber mächtige Werkzeuge für ein “echtes” CMS. Größtes Argument für das System ist die einfache Bedienung und dessen Vielzahl an Plugins, hinter der eine große Nutzer- und Entwicklergemeinde steht und die auch Laien viele Funktionen zur Hand reicht.
In diesem Artikel sollen kurz die 10 besten Plugins, die WordPress zu einem effektiveren CMS verhelfen, vorgestellt werden.
1. All In One SEO Pack
WordPress bietet allein nur beschränkte Möglichkeiten, gezielt Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu betreiben. Das All In One SEO Pack ergänzt u.a. jeden Artikel und jede Seite um die Möglichkeit, einen abweichenden Seitentitel, eine spezifische Meta-Description und Meta-Keywords zu vergeben – unverzichtbar für eine Auffindbarkeit bei Google & co.
2. Google XML Sitemaps
Genauso wichtig wie die SEO-Pflege der Unterseiten eines Projektes ist die Übergabe an die Suchmaschinen. Google XML Sitemaps verspricht Abhilfe und erstellt sowohl eine XML- als auch eine komprimierte Sitemap im .gz-Format und sendet diese regelmäßig an Google, Bing, Yahoo und Ask.com und bietet dabei noch viele Anpassungsmöglichkeiten.
3. TinyMCE Advanced
Obschon sie oft Quell von (xHTML-)Fehlern sind, kann man die WYSIWYG-Editoren gerade für Seitenbetreiber und Redakteure nicht mehr aus einem vernünftigen CMS wegdenken. Das bordeigene TinyMCE lässt sich mittels TinyMCE Advanced um ein paar sehr nützliche Funktionen erweitern. Ein CSS-Importer, erweiterte Optionen für das Einfügen von Bildern, Tabellen, Emoticons und Sonderzeichen, um einige zu nennen, machen die Arbeit im Editorfenster angenehmer.
4. cformsII
Das Formularsystem cformsII von delicious days ist nicht nur xHTML-konform, sondern zudem erstaunlich flexibel und lässt im Handumdrehen weit mehr zu, als bloße Kontaktformulare zu kreieren. Zum Funktionsumfang gehören neben den klassischen Feldern auch ein Datumswähler, verschiedene Antispam-Maßnahmen, Ajax-Feldvalidierung und die Option, Regular Expressions zu verwenden. Größtes Plus ist die Möglichkeit, mehrere und auch mehrseitige Formulare anlegen zu können und diese über automatisch eingesetzte Klassen und IDs auch unabhängig gestalten zu können.
5. postMash / My Page Order / My Category Order / My Link Order
Eigentlich mehrere Plugins, kann ich hier diese Erweiterungen empfehlen, weil sich so die Reihenfolge, wie Seiten, Artikel, Kategorien oder Links angezeigt werden, durch ein einfaches Drag-and-Drop-Interface ordnen lässt. postMash, My Page Order, My Category Order und My Link Order erleichtern so die Arbeit mit WordPress als CMS.
6. Page Management Dropdown / Ozh’ Admin Drop Down Menu
Zwei simple Funktionen, die viel bewirken: Page Management Dropdown stellt alle vorhandenen Inhaltsseiten als Untermenüpunkte von “Seiten” im Backend dar. Richtig Spaß macht es erst, wenn man Ozh’ Admin Drop Down Menu installiert, das einem ein aufgeräumtes horizontales Menü statt des Standardmenüs am linken Seitenrand bietet, dessen Unterpunkte beim Drüberfahren offenbart werden.
7. Widget Context
Während der Arbeit mit WordPress habe ich mich an verschiedensten Erweiterungen versucht, die eine selektive Darstellung von Widgets, beispielsweise für wechselnden Inhalt in der Seitenleiste, ermöglichen. Am einfachsten macht es einem Widget Context, das sich nach Aktivierung jeweils unterhalb eines Widgets zeigt und via Auswahlmenü und URL-Angabe das Filtern erlaubt.
8. Front-end Editor
Ungemein nützlich ist der Front-end Editor, der es möglich macht, direkt auf den Webseiten via Doppelklick Artikel und Seiten (und sogar Widgets!) zu bearbeiten, solange man im Backend eingeloggt ist. Sogar mit visuellem Editor, also ohne Anspruch, HTML zu beherrschen.
9. Maintenance Mode
Sie arbeiten gerade an Ihrer Website und wollen das vor den Besuchern verstecken, jedoch trotzdem ungestört arbeiten? Das Plugin Maintenance Mode erlaubt es, entweder eine vorgefertigte, anpassbare oder eine ganz eigene Warteseite für fremde Besucher anzeigen zu lassen, während jeder eingeloggte Nutzer die tatsächlichen Inhalte sehen kann.
10. Adminimize
Mittels Adminimize kann man für bestimmte Nutzergruppen anpassen, was im Dashboard angezeigt bzw. versteckt wird und so für Redakteure und Websitebetreiber den Umgang mit Inhalten erleichtern. Die erste Einrichtung erfordert jedoch ein wenig Fleiß.
Fazit
Es gibt eine Unzahl weiterer Plugins, die WordPress bereits jetzt noch vielseitiger und praktischer machen, und täglich kommen neue hinzu. Welche letztlich nützlich und notwendig sind, muss natürlich jeder Designer und Programmierer selbst entscheiden.
© Copyright bei Eno Thiemann
Über den Autor
Eno Thiemann schrieb einen Artikel auf Freelancerwissen.
Eno Thiemann ist freischaffender Webdesigner, Grafikdesigner und Fachmann für Öffentlichkeitsarbeit in Stralsund. Mit seinem Unternehmen physalis. Kommunikation & Design. bietet er anderen Selbständigen, Institutionen und Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen fruchtig-frisches Design für alle Gelegenheiten und realisiert erfolgreich Corporate Designs, Websites, klassische PR und Online-Marketing für regionale, überregionale und internationale Kunden. In seiner Freizeit widmet er sich seiner Familie und der Musikproduktion.
Ein Kommentare zu diesem Eintrag
Sehr interessante Liste, ich habe auch mal meine persönliche Top10-Liste der wichtigsten WordPress-Plugins gepostet:
http://wirkung-von-internetwerbung.de/2010/08/offtopic/erste-schritte-top10-wordpress-plugins/